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Alexander Huber

Software guy, full-stack web developer, full-time computer geek. Blogs in English and German.

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Gleich vorweg: Für JavaScript reicht es mir vorerst erst mal nicht. Nachdem ich in den ersten Vorlesungswochen Assembler, C, C++ und Processing auffrischen durfte und noch ABAP und Haufenweise Java vor mir habe bin ich erst mal mit neuen oder alten Programmiersprachen bedient. Was aber immer funktioniert ist malen: Ich habe die Sache mit den Mindmaps durchgezogen, für 3 Fächer bisher. Und ich muss sagen: Das Ergebnis ist phantastisch.
Ein Beispiel: Für ein Fach hatte ich in 3 Stunden Vorlesung viele völlig neue Infos gehört. Als ich mich 6 Tage später auf die nächste Vorlesung vorbereiten wollte, in der ich das Zeug vermutlich wissen sollte, war fast nichts mehr davon in meinem Kopf. Also fing ich an, die Infos von Hand zu strukturieren und eine Mindmap zu zeichnen. Das Ergebnis ist auf dem nächsten Bild zu sehen.

MM1.jpg

Dabei sind mir mehrere Dinge positiv aufgefallen:

  • Mein Gehirn fühlte sich irgendwie “entlasteter” an. Das Gefühl ist wirklich schwer zu beschreiben, aber allein die Gewissheit dass alle Infos nicht so schnell vergessen werden können ist beruhigend, die Infos lassen sich schneller innerlich “abhaken”.
  • Ich kann mir Dinge besser merken. Falls mir etwas davon nicht mehr einfällt, ist es für mich eine große Hilfe mich daran erinnern zu können, wo auf der Mindmap etwas stand. Ich hatte schon vor längerer Zeit beim Auswendiglernen mit Flashcards gemerkt, dass ich mir diejenigen mit visuellen Besonderheiten besser merken kann.
  • Ich komme viel schneller wieder auf die nötigen Informationen. Wie ich im letzten Blogpost schrieb, habe ich mir bisher immer elendig lange “Trains of Thought” in einfachen Textdateien aufgeschrieben oder gleich vollständig im Kopf behalten. Nun genügt mir ein einziger kurzer Blick, und absolut alles zu einen Thema fällt mir wieder ein.
  • Die Hemmschwelle komplexe Dinge zu erschließen sinkt. In Bereichen in denen man zunächst wenig bis gar nichts weiß sind strukturierte Informationen am Anfang besonders wichtig. Bei mir war das das Thema Mikrocontroller. Das nächste Bild zeigt die erste Mindmap die ich jemals anfertigte, und sie zeigt mir alle wichtigen Komponenten eines Mikrocontrollers und was diese ungefähr tun auf einen Blick:

MM2.jpg

Mir ist Außderdem ein großer Unterschied zu elektronischen und selbstgemalten Mindmaps aufgefallen: Zu den selbstgemalten hat man einen ganz anderen Bezug. Die Erstellung geht viel langsamer, und so beschäftigt man sich automatisch mehr mit dem Material. Außerdem werden mehr Gehirnareale angeregt, weil man sich über die Position der Elemente Gedanken machen muß usw. Nicht umsonst wird in “Pragmatic Thinking and Learning” darauf bestanden, die Mindmaps von Hand zu zeichnen. Ich kann es kaum erwarten diese Techniken und noch andere die ich ebenfalls in “Pragmatic Thinking and Learning” gefunden habe wie z.B. das Personal Wiki auf Themen anzuwenden, die ich bereits kenne (z.B. Rails). Die “Evolution” der Mindmaps wird sicher auch spannend, da sich mit jeder gemalten Mindmap das Geschick die Elemente günstig zu platzieren verbessert. Ein Wenig kann man das an den beiden gezeigten schon ausmachen.


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