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Alexander Huber

Software guy, full-stack web developer, full-time computer geek. Blogs in English and German.

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Wie jede Semesterferien bin auf dem LifeHacker-Trip. Mit übrigem Geld auf dem Paypal-Konto habe ich mir wieder mal einen Zufallsfund gegönnt: Pragmatic Thinking and Learning (viele andere Bücher der Pragmatic Programmers sind hervorragend), und ich habe es verschlungen. Im 6. Kapitel, in dem es um verschiedene Lerntechniken geht ist mir etwas aufgefallen: Ich lerne eigentlich schon immer gleich ((in)effektiv). Da ich ja nie etwas Anderes ausprobiert habe, habe ich auch keinen Vergleich ob irgend eine andere Art zu lernen besser wäre. Ich nahm die ganze Zeit einfach an, die Methoden die ich geschätzt alle 2 Jahre zu meiner Lernerei hinzugefügt habe würden etwas verbessern, dabei habe ich nie wirklich evaluiert oder überprüft ob es mir überhaupt etwas brachte (in Retrospektive eher nicht). Vor allem habe ich nie mit Mindmaps oder anderen Visualisierungen gearbeitet. Ich habe stattdessen versucht mir mittels elektronischer Notizen Themen zu erschließen. Im Falle von Studieninhalten habe ich sie dann nochmal abgeschrieben, und das war es dann meist auch, mehr ist dann während des Semesters auch nicht drin (bzw. war dank Binge-Learning auch nicht nötig). Bei Themen die ich privat lernen wollte habe ich mir persönlich nichts aufgeschrieben, sondern einfach nur Kapitel der Bücher während dem Lesen zusammengefasst. Das lustige dabei ist, dass ich mir schon Mindmaps gemacht hatte, diese aber komplett in meinem Kopf behalten hatte statt durch abmalen zu vertiefen oder auszulagern. Ich hatte mir sogenannte “Trains of thought” in meinem Kopf zurechtgelegt und nur in den seltensten Fällen ausgelagert, wie zum Beispiel in einen der vorherigen Blogposts. Ich tat vermutlich schon das richtige, vermutlich aber auch das ineffektivste. Ich war auch perplex, als ich in Kapitel 8 über “Personal Information/Knowledge Management” las, in dem die Verwendung eines persönlichen Wiki nahegelegt wird. So etwas ähnliches tat ich bereits, nur verteilt über Textdateien in meiner Dropbox und eben nicht verlinkt. “Pragmatic thinking and learning” macht auch mehr Vorschläge zu Lernmethoden, z.B. die Verwendung von SQ3R und MindMaps. Bei SQ3R verschafft man sich zunächst durch das Inhaltsverzeichnis einen Überblick. Dann schreibt man sich Fragen auf, die einem beim Betrachten des Inhaltsverzeichnisses einfallen und die man beim Durcharbeiten des Buches beantwortet haben will. Dann wird gelesen, und zwar alles. Während dem Lesen wird Zusammengefasst, die Fragen beantwortet, alle Hirnareale in das Lernen einbezogen (sich das Thema als Film vorstellen, wie riechen Informationen usw.), der Inhalt mit eigenen Worten wiedergegeben etc. Danach wird alles nochmal gelesen und die Notizen erweitert. Durch eine Mindmap, die im selben Zug wie Schritt 2 angelegt wird, werden Informationen strukturiert und es werden mehr Verknüpfungen erzeugt, auch weil der Modus des Gehirns mit einbezogen wird, welcher unbewusst Informationen verarbeitet (die populäre Form ist salopp die rechte Gehirnhälfte, das ist aber nicht korrekt. Im Buch wird deshalb der Name R-Mode benutzt). Die Mindmap sollte dabei möglichst von Hand gezeichnet werden. Wie bei allen neuen Inputs brenne ich darauf, diese für mich neue Methode auszuprobieren. Und ich weiß auch schon womit: Da ich von Ruby und Rails gerade die Nase ziemlich voll habe und ich während dem letzten Jahr gemerkt habe, dass ich viel zu wenig JavaScript beherrsche - und ich meine wirklich beherrsche, nicht die paar Zeilen jQuery die man sich immer zusammengoogelt - probiere ich in nächster Zeit so wie es mein Stundenplan erlaubt die SQ3R-Methode in Verbindung mit Mindmaps aus. Ausgesucht habe ich mir das Buch “JavaScript enlightenment”, erstens weil es einen “Objects First”-Ansatz verfolgt und zweitens weil das deutsche “JavaScript - Einführung, Programmierung und Referenz” eher eine Enttäuschung ist und mehr auf die vielen Browserspielereien und weniger auf die Sprache selbst eingeht.


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